Aktueller Hinweis zu den HAF-Förderprogrammen

Vor dem Hintergrund der Bundesverfassungsgerichtsentscheidung zum Absatzfondsgesetz und der dadurch eingetretenen Verunsicherung haben auch Abgabepflichtige aus dem Forst- und Holzbereich in den letzten Wochen vermehrt vorsorglich Widerspruch gegen ihre Abgabe- bescheide eingelegt.

Zwar ist aus unserer Sicht und auch nach Auffassung der Bundesregierung die Bundes- verfassungsgerichtsentscheidung zum Absatzfondsgesetz nicht auf das Holzabsatz- fondsgesetz übertragbar. Dies ergibt sich schon aus dem unterschiedlichen Gesetzeszweck (Stärkung der Forst- und Holzwirtschaft im Wettbewerb zu konkurrierenden Bau- und Werkstoffen), den unterschiedlichen tatsächlichen Gegebenheiten (spezifische Wettbewerb- nachteile der Forst- und Holzwirtschaft aufgrund von unberechtigten Vorbehalten und Wissensdefiziten gegenüber dem Roh- und Werkstoff Holz, der Branchenstruktur, etc.) und den deutlichen Unterschieden im Tätigkeitsspektrum (z.B. Holzbaufachberatung, Rohstoff- mobilisierung, Förderung von Forschung, Innovationstransfer und Normung, etc.).

Aus haushaltsrechtlichen Gründen müssen jedoch gleichwohl für widerspruchsbehaftete Abgabeneingänge Rückstellungen in voller Höhe gebildet werden. Diese Mittel stehen daher derzeit nicht für die operative Tätigkeit zur Verfügung.

Vor diesem Hintergrund sind wir gezwungen, unser Tätigkeitsspektrum bis zu einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Holzabsatzfondsgesetz, mit der in den nächsten Monaten gerechnet wird, vorübergehend stark einzuschränken.

Wir bedauern diese Entwicklung sehr, bitten aber um Verständnis dafür, dass wir derzeit keine Förderzusagen im Rahmen der Förderprogramme gewähren können.



Die Förderprogramme des Holzabsatzfonds setzen auf Kooperation und haben sich als wichtiges Instrument zur Steigerung der Holzverwendung und Stärkung der Wertschöpfung der Forst- und Holzwirtschaft als bedeutender Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum etabliert. Zur Auswahl stehen drei zielgruppen- und maßnahmenspezifische Förderprogramme:
  1. Förderprogramm "Marketing Forst & Holz"
  2. Förderprogramm "INFORMATIONSDIENST HOLZ"
  3. Förderprogramm "Mobilisierung Rohstoffreserven"

Zu den Förderprogrammen im Einzelnen:

Das Förderprogramm "Marketing Forst & Holz" konzentriert sich auf die Ansprache der Nichtfachleute unter dem Zeichen "Natürlich Holz". Endverbraucher und Bauinteressenten im privaten, gewerblichen und öffentlichen Bereich sollen über die Vorteile der Verwendung von Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung durch Informationsveranstaltungen und aktive Kommunikation aufgeklärt werden. Ergänzt wird das Förderprogramm um die Zielgruppen Schulen, Medien, sowie die Forst- und Holzwirtschaft, die damit in die Lage versetzt werden soll, selbst als wichtiger Multiplikator aufzutreten.

Ansprechpartner:
"Marketing Forst & Holz"
Wilfried Schneider
Referent Zentral-Regionales Marketing
Fon: +49 228 308 38 - 21
Fax: +49 228 308 38 - 30
wilfried.schneider@holzabsatzfonds.de
Die Förderprogramme für 2009 werden auf unbestimmte Zeit ausgesetzt (siehe oben).


Das Förderprogramm "INFORMATIONSDIENST HOLZ" richtet sich unter dem gleichnamigen, eingeführten Zeichen an Fachzielgruppen als wichtige Multiplikatoren für eine verstärkte Holzverwendung im Bauwesen. Maßnahmen wenden sich daher an Architekten, Planer und Baufachleute bspw. in kommunalen Verwaltungen oder Gewerbe. Beispiele für Förderprojekte sind u. a.: Fachveranstaltungen, Wettbewerbe und Exkursionen. Im laufenden Jahr ist die aktive Ansprache der Kommunen ein besonderes Anliegen des Holzabsatzfonds.

Ansprechpartner:
"INFORMATIONSDIENST HOLZ"
Ludger Dederich
Leiter Holzbaufachberatung
Fon: +49 228 308 38 - 28
Fax: +49 228 308 38 - 30
ludger.dederich@holzabsatzfonds.de
Die Förderprogramme für 2009 werden auf unbestimmte Zeit ausgesetzt (siehe oben).


Das Förderprogramm "Mobilisierung Rohstoffreserven" setzt in bewährter Form auf die Eigeninitiative der Branche. Aufgrund des hohen Privatwaldanteils in Deutschland mit überwiegend kleinteiligen Besitzstrukturen liegen die größten Nutzungsreserven der heimischen Wälder insbesondere im Klein- und Kleinstprivat­wald. Unter sich wandelnden Rahmenbedingungen und Zielsetzungen, haben sich in diesen Bereichen die Erwerbs- und Einkommenssituation aber auch oftmals die Eigentümerverhält­nisse selbst deutlich geändert. Nicht selten gehen damit veränderte Einstellungen oder fehlende Kenntnis der Besitzer über die Vorteile, Notwendigkeit und Verfahren einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder einher. Das Förderprogramm zielt darauf ab, durch Maßnahmen der Kommunikation, Information und Aufklärung den Kenntnisstand und die Verfahren zur Motivation von Waldbesitzern und der Mobilisierung der Rohstoffreserven zu verbessern und an Multipikatoren und die Akteure vor Ort zu vermitteln.

Ansprechpartner:
"Mobilisierung Rohstoffreserven"
Axel Krähenbrink
Projektmanager
Fon: +49 228 308 38 - 17
Fax: +49 228 308 38 - 30
axel.kraehenbrink@holzabsatzfonds.de
Die Förderprogramme für 2009 werden auf unbestimmte Zeit ausgesetzt (siehe oben).


Eine anteilige Finanzierung des Antragstellers oder (auch zzgl.) der ggf. beteiligten Projektpartner wird für eine Projektförderung vorausgesetzt.